Legobauen an der FH, allerdings unter strengen Vorgaben – auch mit dieser Aufgabe waren unsere Schüler am Campustag konfrontiert.

Am Donnerstag, dem 24. September, veranstaltete der European Campus Rottal-Inn (ECRI) zum dritten Mal einen Campustag für die weiterführenden Schulen aus Pfarrkirchen. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern vielfältige Einblicke in das Leben und Lernen an einer Hochschule zu bieten. Von unserer Schule nahmen vier elfte Klassen mit ihren Lehrkräften Manuela Hallabrin, Hanna Weinzierl, Michelle Schmidhuber und Bernadette Singhammer am Campustag teil. Dort erwartete die knapp 100 Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Programm. In den Laboren hatten sie die Gelegenheit, praktische Versuche durchzuführen und gewannen dadurch einen ersten Einblick.

Die Schülerinnen und Schüler besichtigten Vorrichtungen zur Simulation der Sonneneinstrahlung in Gebäuden.

Zu Beginn des Tages begrüßte der Dekan des ECRI, Prof. Dr. Georg Christian Steckenbauer, die Schülerinnen und Schüler. Er zeigte sich sehr erfreut über die rege Teilnahme an der Veranstaltung. Ebenfalls wandte sich Andrea Ebertseder vom MINT-Team der Hochschule mit einigen Grußworten an die Anwesenden und erläuterte zugleich den weiteren Ablauf des Tages. Im Anschluss stellte sie kurz die Technische Hochschule Deggendorf vor, insbesondere die Fakultät des European Campus in Pfarrkirchen. Besonderheit dieser Fakultät ist die Unterrichtssprache Englisch, was den Campus für zahlreiche internationale Studierende und Dozenten attraktiv macht. Die vier Fachbereiche, in denen am Campus in Pfarrkirchen Studiengänge angeboten werden, sind Gesundheit und Digitalisierung, Tourismus, Energie und Technologie sowie Bauen und Nachhaltigkeit. Frau Ebertseder betont insbesondere den hohen Praxisanteil im Studium, da Laborarbeit, Praxissemester oder Projektarbeit den theoretischen Unterricht ergänzen. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Corinna Pippirs stellte exemplarisch ein solches Forschungsprojekt vor. Sie arbeitet derzeit am Projekt VISAKI mit, das darauf abzielt, Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren mithilfe von Virtual Reality bei der Therapie sozialer Angststörungen zu unterstützen. Die Projektidee besteht darin, dass Kinder sich in einer virtuellen Umgebung mit Situationen wie Busfahren, Aufenthalten in der Mensa oder im Klassenzimmer auseinandersetzten. Diese Situationen zählen nach einer Bedarfsanalyse zu den häufigsten Angstauslösern. Während die Kinder spielerisch Aufgaben bewältigen, kann der Therapeut die Situation am Bildschirm in Echtzeit verfolgen, um unterstützend eingreifen zu können, um so Schockmomente zu vermeiden.

Eine Schülerin der FOSBOS fertigt einen Schüttelwürfel an.

Nach den Vorträgen begann die Praxisphase des Tages. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Vorfeld für zwei Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten angemeldet. Der erste Workshop startete unmittelbar im Anschluss an die Vorträge. Danach gab es eine kurze Pause, in der auch für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Parallel zur Pause organisierte Frau Ebertseder mehrere Infostände, die sich mit dem Studium an der Technischen Hochschule Deggendorf beschäftigten. Zudem war Bayernwerk als Kooperationspartner der Hochschule mit einem eigenen Infostand vertreten. Nach der Pause begann die zweite Workshop-Phase.

Die Workshops deckten ein breites Themenspektrum ab, das von Studien- und Berufswahl über Nachhaltigkeit bis hin zu Informatik und Elektrotechnik reichte. Allen Angeboten war eine praktische Komponente gemein. Insgesamt standen acht verschiedene Workshops zur Auswahl, an denen die Schülerinnen und Schüler teilnehmen konnten. Da die Unterrichtssprache Englisch ist, wurden die meisten Workshops ebenfalls auf Englisch durchgeführt. Im Folgenden sind einige Beispiele aufgeführt:

Das EEE-Labor für Elektro- und Energietechnik stellte die Versuchsaufbauten vor, die im Lehrbetrieb dazu dienen, die in der Vorlesung erworbenen Kenntnisse zu vertiefen. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden und einen Schüttelwürfel eigenständig zusammenbauen.

Im HSB-Labor für gesunde und nachhaltige Gebäude erhielten die Schülerinnen und Schüler Möglichkeit, mittels Virtual Reality verschiedene Ansätze der Raumgestaltung zu erkunden.

Gleichzeitig beschäftigte sich eine andere Gruppe mit dem Thema Bauanpassung für ältere Generationen, indem sie Alterssimulationsanzüge ausprobierte.

Im Workshop „Kulturen bauen Brücken – Interkulturelle Zusammenarbeit mit Lego erleben“ bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Aufgabenstellungen mit Lego-Steinen. Dabei stand jeweils eine festgelegte Anzahl an Steinen zur Verfügung und die einzelnen Gruppen mussten sich hinsichtlich der Umsetzung und der Auswahl der Steine abstimmen. Auf diese Weise entstanden verschiedene Produkte.

Beitragsbild:

Wie es sich anfühlt, alt zu sein, konnten die Schülerinnen und Schüler anhand von Alterssimulationsanzügen erkunden.

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